„Beedabei – Miteinander als Ziel“ in Belgien

Ein europäisches Natur-Kunstwerk Unter der Hohen Schirmherrschaft Seiner Majestät des Königs („König Philippe von Belgien“)

Am 3. Juni 2026 wurde in Eupen ein Kunstwerk sichtbar, das seinem Titel eine besondere Form gab: „Beedabei – Miteinander als Ziel“.

Im Zentrum stand die KalbForm „Miteinander“ – eine skulpturale Abstraktion einer grundlegenden Qualität menschlichen Seins. Für diesen Tag verließ sie den vertrauten Raum der Skulptur und suchte ihren Ort mitten in der Stadt. Hunderte gelbe Beedabei Kästen machten die Form sichtbar. Aus einer dreidimensionalen KalbForm wurde ein begehbares, temporäres Kunstwerk, das nicht auf Dauer bleiben wollte, sondern sich nach seiner Vollendung wieder in das Leben der Menschen auflösen sollte.

Besonders bedeutend wurde dieses Kunstwerk durch die Hohe Schirmherrschaft Seiner Majestät des Königs der Belgier. Sie war für uns eine außergewöhnliche Auszeichnung und verlieh dem Gedanken des Kunstwerks eine Wertschätzung, die weit über den Tag in Eupen hinausreicht.

Viele Menschen. Eine gemeinsame Form.

Ein Kunstwerk wie dieses entsteht nicht allein durch die Idee seiner Künstler. Es entsteht dort, wo Menschen bereit sind, eine Idee gemeinsam Wirklichkeit werden zu lassen.

Das Engagement für die Realisierung in Eupen und die Hauptkoordination des Projektes lagen bei Steffen Schulze, der die verschiedenen Partner und Beteiligten zusammenführte. Die Organisation vor Ort übernahm Alexandra Hilgers, die dafür sorgte, dass aus vielen einzelnen Abläufen ein gemeinsamer Prozess werden konnte. Eine besondere Rolle spielte die Grundschule Oberstadt in Eupen. Schülerinnen und Schüler beteiligten sich am Aufbau und trugen die Beedabei Kästen mit großer Aufmerksamkeit und sichtbarer Freude an ihren Platz. So wurde das Kunstwerk nicht nur für die nächste Generation geschaffen – die nächste Generation war unmittelbar an seiner Entstehung beteiligt.

Auch die Pflanzen selbst waren Teil dieses gemeinschaftlichen Prozesses. Das Erste Aachener Gartencenter übernahm die bienenfreundliche Bepflanzung der Kästen. Die Beedabei Kästen selbst wurden von Geli gestiftet.

So entstand aus vielen einzelnen Beiträgen eine gemeinsame künstlerische Form.

Der Moment, in dem die Form sichtbar wird

Während des Aufbaus veränderte sich der Platz Schritt für Schritt. Gelbe Kästen wurden zu Linien, Linien zu Flächen und Flächen schließlich zu einer großen räumlichen Komposition. Die KalbForm „Miteinander“ erschien nicht als aufgestellte Skulptur, sondern als Struktur im Raum. Die Menschen konnten sich zwischen ihren Linien bewegen. Gleichzeitig entstanden die Europasterne – sichtbare Zeichen einer Idee, die über den konkreten Ort hinausweist. Damit verband das Kunstwerk zwei Ebenen: die abstrakte Sprache der Kunst und die unmittelbare Sprache der Natur. Denn jeder Beedabei Kasten ist zugleich eine kleine Bienenfutterstelle. Was während des Kunstwerks Teil einer künstlerischen Gesamtform war, sollte anschließend als Nahrungsoase für Wild- und Honigbienen weiterwirken.

Worte über ein Kunstwerk, das verbinden möchte

Nach der Vollendung des Kunstwerks wurde es nicht allein betrachtet, sondern auch in seinen gesellschaftlichen und europäischen Zusammenhang gestellt.

Steffen Schulze, Hauptkoordinator des Kunstwerks, eröffnete die Redebeiträge. Es folgte Gregor Freches, Kulturminister, der die kulturelle Dimension des Projektes würdigte. Hartmut Koschyk von der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland stellte die Verbindung des Kunstwerks zu seinem europäischen Gedanken heraus. Den Abschluss bildete Caroline Völl, Umweltschöffin der Stadt Eupen, die insbesondere die Bedeutung von Natur und ökologischem Engagement in den Mittelpunkt stellte.

Die Redebeiträge machten deutlich, dass „Miteinander als Ziel“ auf mehreren Ebenen gelesen werden kann: als künstlerische Form, als gesellschaftlicher Gedanke und als konkrete gemeinsame Handlung.

Ein Kunstwerk, das nicht bleiben will

Die besondere Kraft von Beedabei liegt genau darin, dass das Kunstwerk seinen eigenen Zustand nicht bewahren möchte.

Nach der Freigabe begann die Auflösung.

Menschen nahmen die gelben Beedabei Kästen mit nach Hause. Sie wanderten auf Balkone und Terrassen, auf Fensterbretter und in Gärten. Manche fanden ihren Platz in Einrichtungen, Cafés oder mitten in der Natur.

Die große Form verschwand.

Doch gerade dadurch begann ihre eigentliche Wirkung.

Aus einem temporären Kunstwerk wurden zahlreiche kleine Orte des Lebens. Die einst zusammengehörenden Elemente verteilten sich über Eupen und die Region und blieben als Bienenfutterstellen miteinander verbunden – nicht mehr durch ihre räumliche Anordnung, sondern durch ihre gemeinsame Geschichte.

Das Kunstwerk ging, während seine Wirkung blieb.

Miteinander als Ziel

„Beedabei – Miteinander als Ziel“ ist mehr als die fotografische Erinnerung an einen besonderen Tag in Eupen.

Es ist ein Kunstwerk über Verbindung.

Über die Verbindung von Mensch und Natur.
Über die Verbindung von Kunst und öffentlichem Raum.
Über die Verbindung von Menschen, die gemeinsam etwas entstehen lassen.
Und über die Möglichkeit, dass aus vielen einzelnen Handlungen eine gemeinsame Form entsteht.

Die Bienen kennen keine Grenzen. Auch die Pflanzen, die in den Beedabei Kästen wachsen, kennen keine politischen Grenzen. Ihr Leben folgt anderen Zusammenhängen.

Darin liegt die stille Kraft dieses Kunstwerks: Miteinander ist kein fertiger Zustand. Miteinander entsteht immer wieder neu – durch Menschen, die bereit sind, sich einzubringen.

In Eupen wurde dieser Gedanke für einen Augenblick zu einer großen sichtbaren Form.

Und danach begann er, sich über die Region zu verteilen.

Die Umsetzung des Kunstwerkes “ Beedabei – Miteinander als Ziel “ wird getragen von:

Zeigt die Unterstützer des Kunstwerkes: Beedabei - Miteinander als Ziel in Eupen, Belgien. 2026
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