Kultur-Natur-Parcours mit „Wenn Richten, … dann Aufrichten“

An einem Wochenende im September 2020 fand der Kultur-Natur-Parcours durch die Nürnberger Stadtteile Eibach und Röthenbach statt unter dem Motto „Alles blüht auf“.

Mit dabei war die Skulptur „Wenn Richten, … dann Aufrichten“ an der Station beim Deckungsgraben, gegenüber vom Forstweiher in Eibach. Dieser Deckungsgraben ist der letzte erhaltene von über 150 einst angelegten Splitterschutzgräben in Nürnberg und steht unter Denkmalschutz. Diese Gräben dienten dazu, die Bürger vor den Druckwellen und den Splittern von Bomben zu schützen.

Der Vorstadtverein Eibach/Maiach gibt einmal im Jahr Führungen, am Volkstrauertag und hat zum Kultur-Natur-Parcours die Tore ebenfalls geöffnet. Leider war es, aufgrund von Corona, nicht möglich in die Tiefen zu steigen und die engen Gänge des Grabens zu begehen.

Die Skulptur „Wenn Richten, … dann Aufrichten“ erzählte die gegensätzliche Utopie, von einer Zukunft in der sich die Menschen gegenseitig mehr helfen, unterstützen und wertschätzen. Vor dem Überbleibsel des zweiten Weltkrieges nahm sich die Skulptur sehr zart und fast unsichtbar aus. Wird sie gegen das Bedürfnis des Menschen, sich auf Kosten anderer zu erhöhen, ankommen? Es liegt in der Hand eines jeden Einzelnen, wie nahe wir dieser Utopie kommen.

In diesem Spannungsfeld von geschichtsträchtiger Vergangenheit, die von Zerstörung und Krieg erzählt und der möglichen aufrichtenden Zukunft, die von unserem eigenen Handeln bestimmt wird, entstand eine Atmosphäre der Dankbarkeit für das Hier und Jetzt, das an diesem Wochenende von über 700 Menschen gemeinsam gestaltet wurde und alles blühte auf!

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